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Digitales Storytelling made simple: Katharina Brunners Storyteller für Wordpress

09.12.2014

"Das will ich auch können", dachte ich, als ich zum ersten Mal eine Multimedia-Reportage im Web zu Gesicht bekam. Die Darstellungsform, mit dem Kunstwort "Scrollytelling" etikettiert, gilt als Königsdisziplin des Multimedia-Journalismus. "Heute ein König!", wird sich demnächst vielleicht mancher sagen, denn Katharina Brunners Storyteller-Theme erleichtert den Weg auf den Thron erheblich.

Erste Wahl für Crossmedia-Journalisten mit ausreichendem Budget (oder solchen, deren Auftraggeber die Technik bezahlen) für Scrollytelling-Artikel dürfte Pageflow sein, auf Augenhöhe etwa mit Creatavist. Und es gibt definitiv noch ein paar großartige Tools, deren Leistungsfähigkeit ich keineswegs in Zweifel ziehen möchte.

Die meisten Werkzeuge sind allerdings entweder technisch zu anspruchsvoll oder zu teuer oder beides, um sie schnell mal eben auszuprobieren. Das sieht bei dem kostenlosen, für das bekannte CMS Wordpress entwickelte Theme Storyteller ganz anders aus. Die simplen Voraussetzungen:

Die gesamte Einrichtung hat bei mir ungefähr eine halbe Stunde gedauert - ich habe mich aber auch nicht um eine Bestzeit bemüht. 

Im Backend von Wordpress lassen sich nun "Stories" anlegen, die den "Kategorien" entsprechen, wie sie sonst in Wordpress zu finden sind. Die eigentlichen Inhalte kommen in die "Slides". Bei denen handelt es sich um einzelne Wordpress-Beiträge. Das jeweils festgelegte Beitragsbild erscheint in der fertigen Story als browserfensterfüllendes Hintergrundbild des jeweiligen Slides. Mit Hilfe der oben erwähnten Quicktags lassen sich die Textpassagen gezielt platzieren.

Ich habe dann in gut fünfzehn Minuten aus ein paar Urlaubsbildern auf meiner Festplatte eine Mini-Reportage über Deutschlands Küsten entworfen - und war über die einfache Handhabung und die auf Smartphone, Tablet und PC gleichermaßen ansprechende Darstellung ernsthaft begeistert. Übrigens: Auch Videos von Vimeo oder YouTube lassen sich vollflächig darstellen, es genügt, die entsprechende Url im Slide anzugeben. Die Videos lassen sich allerdings nicht automatisch starten.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

  • Es wäre praktisch, wenn sich der Text mit einer hellen oder dunklen (abhängig von der Schriftfarbe), semitransparenten Fläche hinterlegen ließe. Ist das Hintergrundbild an dieser Stelle zu unruhig oder nähert es sich in seiner Helligkeit der Schriftfarbe an, leidet die Lesbarkeit. Ganz vermeiden lässt sich das selten, da der Text seinen Platz abhängig von der Größe des Browserfensters erhält.
  • Eine Wordpress-Installation, die dieses Theme verwendet, kann nur eingeschränkt wie ein "normaler" Wordpress-Blog betrieben werden. Die einfachste Weg dorthin führt m. E. über eine statische Startseite, die dann bei jeder neuen Story von Hand um einen entsprechenden Link ergänzt werden müsste. Außerdem: Im RSS-Feed sieht eine neue Story, die aus acht Slides besteht, wie acht neue Beiträge aus. Ich habe mir die Installation auf eine Subdomain gelegt, und binde die Stories fallweise per Verlinkung in meine Blog-Artikel ein.

Was der Klugscheißer in mir unbedingt loswerden will:

Das Theme ermöglicht multimediales Storytelling, aber kein "echtes" Scrollytelling, da der Betrachter die Slides nicht per Abwärtsscrollen, sondern über Rechts-/Links-Schaltflächen wechselt. 

 

Kommentare: 2

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UserDirk
Date / Time10.12.2014 - 13:51:32
Homepagehttp://www.dirk-bongardt.de

Hallo, Bettina,

guter Hinweis auf eure Installationsanweisung.

Ich bin gespannt, ob ich demnächst öfter über diese Darstellungsform stolpere. Sie passt ja vor allem zu Inhalten mit visuellen Schwerpunkten.

Wenn "Stories" aus der Nische träten und in Online-Medien Gang und Gebe würden, bräuchte die RSS-/Atom-Feed-Technik einen Um- respektive Ausbau, Dienste wie Instapaper müssten sich anpassen - da könnte einiges in Bewegung geraten. Ich bin gespannt.

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UserBettina
Date / Time10.12.2014 - 09:18:41
Homepagehttp://wirtschaft-verstehen.de

Ich fand's nicht ganz so einfach, die Software zu installieren und habe es nur mithilfe meines Kollegen Timo geschafft. Darum habe ich eine Installationsanweisung für den DAU geschrieben ;-). Was ich prima finde: Es lassen sich viele Codeschnipsel embedden, beispielsweise von Jamsnap oder Twitter. Wir haben das bei unserer Zusammenfassung vom #hbbt14 ausprobiert. Und ich gebe dir Recht: Es ist eine sehr lineare Darstellungsweise.

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